Lederhose

Lederhose

Foto: Lederhose

Die Lederhose gerne auch Krachlederne genannt ist die Bezeichnung für eine aus Leder gefertigte lange oder kurze Hose. Sie gilt als Gebirgstracht und absolutes Traditionsgewand und findet ihren Ursprung in den mitteleuropäischen Alpenregionen.

Seit dem 16. und 17. Jahrhundert ist die Entwicklung der Lederhose auch in Bayern und Österreich geschichtlich nachweisbar. Hauptsächlich getragen wurde und wird die Lederhose in Niederbayern, in Oberbayern, dem Allgäu, in Österreich und in Südtirol.

Die Mittlerer weile nicht nur dort, sondern auch internationalen Kultstatus erreicht hat.
Das Trachtengewand wird heute gewöhnlich zu Dorffesten, kleineren Volksfesten oder Feierlichkeiten wie dem Oktoberfest in München getragen.

Während die kurze Lederhose die oberhalb des Knies abschließt, früher hauptsächlich zur Arbeit wie zum Beispiel zur Jagd, auf dem Hof bei der Stallarbeit, und bei der Waldarbeit getragen wurde, ist die Kniebundlederhose auch heute immer noch als Festtagsgewand gleichermaßen bei Jung und Alt beliebt.

Trachtenledermode aus den ländlicheren Regionen wird in der Regel Hand und maßangefertigt und wie die meisten Lederhosen aus sämisch gegerbtem Hirschleder oder auch aus anderen weichen Ledern hergestellt.

Bezogen wird das feine Rohhirschleder aus Qualitätsgründen zu meist aus Australien und Neuseeland. Die preisgünstigeren Varianten der industriellen Massenwaren hingegen werden oftmals aus Wildbock- und Rindsleder gefertigt.

Ebenfalls absolut typisch für die Lederhosen, sind Ihre kunst- und liebevollen Bestickungen und Verzierungen und der sogenannte Hosenlatz. Am häufigsten wird die Lederhose mit Hosenträgern ebenfalls aus Leder und einem Querriegel, der die Träger miteinander verbindet, getragen.

Wird die Lederhose zum Beispiel zu traditionellen Anlässen im Trachtenverein oder zu volkstümlichen Festlichkeiten getragen, werden traditionell Haferlschuhe und ein Trachtenhemd dazu kombiniert.

Auch die Wadl Strümpfe die sogenannten Loferl dürfen nicht vergessen werden, hier ¬gilt es ebenfalls sich der Tradition anzupassen. So werden zum Beispiel zu kurzen Lederhosen Strümpfe getragen, die unter dem Knie abschließen.

Weitgehend auch bekannt als Kniestrümpfe und zur Kniebundlederhose Strümpfe, die über das Knie gezogen werden, damit sie nicht unter dem Bund der geschnürten Hose heraus rutschen können.

Ebenfalls kombiniert wird häufig noch ein federkielbesetzter Ranzen, der wie eine Art breiter Gürtel um die Hüfte getragen wird und früher hauptsächlich der Geldaufbewahrung diente.

In den ländlicheren Regionen wie zum Beispiel dem Oberallgäu, dem südlichen Chiemgau, dem bayerischen Oberland, dem Berchtesgadener Land und dem Salzkammergut sieht man die Lederhose heute nicht nur an Mitgliedern des ortsansässigen Trachtenvereins, hier wird sie auch von Anhängern und Liebhabern im Alltag noch häufig getragen.