Halstuch

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Foto: Halstuch

Das Halstuch für Herren hatte früher eine praktische Funktion. Es wurde eng um den Hals geknotet, wurde gefertigt aus Baumwolle und wurde getragen bei der Arbeit. Es diente der Aufnahme von Schweiß und konnte genutzt werden zum Abwischen des Schweißes.

Das Halstuch war je nach Region unterschiedlich bedruckt und wurde in unterschiedlichen Farben und Farbkombinationen gefertigt, mit verschiedenen Mustern. Daneben gab es Halstücher mit Stickereien.

Den Abschluss des Halstuches bildete ein genähter Saum oder ein Fransenabschluss. Je nach der Ausführung gab das Halstuch Rückschlüsse darauf, aus welcher Region der Träger stammte. Wanderburschen und Angehörige von Zünften trugen die Halstücher auch auf der Wanderschaft, damit man schon auf ihre Herkunft schließen konnte, teilweise auch auf ihr Handwerk.

Das Halstuch ist heute eine modische Bereicherung der Trachtenmode für Herren. Zur traditionellen Lederhose in kurzer oder knielanger Form wird ein kariertes Trachtenhemd oder ein Trachtenhemd aus weißer Baumwolle getragen.

Die passende Ergänzung bildet dazu das Halstuch. Mitglieder von Vereinen tragen Halstücher häufig zu ihrer einheitlichen Vereinskleidung.

Qualitativ hochwertige Halstücher sind auf traditionelle Weise gefertigt und werden traditionell bedruckt, unterschiedlich je nach Region oder mit den Motiven des Vereins.

Als modisches Accessoire zur Trachtenkleidung können Männer, die in der Freizeit Lederhosen und Trachtenhemden tragen, ihr Halstuch je nach Geschmack oder in Farben passend zu Trachtenhemden und Lederhosen auswählen.

Nicht nur aus Baumwolle, sondern auch aus Viskose oder Baumwollmischgewebe werden diese Halstücher gefertigt. Billige Exemplare sind darunter zu finden, zum Teil kitschig bedruckt mit bayerischen Motiven. Halstücher werden in Fachgeschäften für Trachtenmode und in Onlineshops angeboten.