Lederhosen kurz

Die kurze Lederhose

Foto: Die kurze Lederhose

Die Lederhose, einer der wichtigsten Bestandteile der bayerischen und österreichischen Gebirgstracht ist in verschiedenen Formen verbreitet. Man unterscheidet einmal die kurze, die kniegebundene und die lange Hose voneinander.

Während die kurze Lederhose heute auch Burschenlederhose genannt, früher hauptsächlich zur Arbeit wie zum Beispiel bei der Stallarbeit, der Jagd oder auch zu Waldarbeiten von Erwachsenen getragenen wurde, hauptsächlich aus Gründen der Widerstandsfähigkeit.

So kam sie erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auch allmählich in Deutschland langsam in Mode und erfreute sich von nun an bis zum Anfang der 70ger Jahre hoher Popularität.

Heute wird sie wieder mehr und mehr als Alltags oder Festkleidung von Jungen und heranwachsenden Männern und Frauen getragen und scheint sich vor allem in Bayern in Verbindung mit einer ortsüblichen Tracht besonders zu Zeiten des Oktoberfestes einer wieder Belebung zu ­erfreuen.

Klassisch getragen wird die kurze „Burschenlederhose“ mit vorn sitzendem Latz zum Zuknöpfen und traditionellen Querriegeln an den Hosenträgern, kombiniert mit einem dazu passenden Trachtenhemd, Kniestrümpfen, die unter dem Knie abschließen und den sogenannten Haferlschuhen.

Früher wurde sie üblicherweise aus grauem Rohleder oder auch in grünem Glattleder angefertigt. Heute wird sie im Norden als modernes Modell oft aus dunkelgrünem und schwarzem Glattleder hergestellt. Die aus Glattleder hergestellte Variante ist als langbeiniges Modell auch als Zimmermannslederhose bekannt.

Auch bei vielen Pfadfindervereinen erfreut sich die kurze Lederhose seit Anfang der 70­ger ­Jahre großer Beliebtheit, hier ­wird aber verstärkt auf die schlichteren Varianten ohne große Stickereien zurück gegriffen.

Grundsätzlich gilt aber ­das Trachtengewänder nicht nur zu traditionellen Anlässen und Festlichkeiten getragen werden können.

Es bleibt jedem selbst überlassen ob und wann er zu einer Lederhose greift und wie er sie wann und wo mit welchen Teilen kombinieren möchte. Hier sind der eigenen Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt.